Unsichtbar gemacht – Verdrängung von obdachlosen Menschen aus dem öffentlichen Raum

Spaziergang

In diesem digitalen Spaziergang beschäftigen wir uns damit, wie von Obdachlosigkeit betroffene Personen aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden – auch in Baden-Württemberg.

Unsichtbar gemacht

Der Spaziergang startet mit der Perspektive der beiden ehemals Obdachlosen Philip Reinhardt und Robert Limmer. Sie sprechen über Verdrängung durch bauliche Maßnahmen an Bahnhöfen und in Innenstädten, von unbequemen oder nicht vorhandenen Sitzflächen, aber auch von Bettelverboten und Verdrängung durch Wachdienste.

Prof. Dr. Frank Eckardt von der Universität Weimar erklärt, welche Bedeutung öffentliche Räume für unsere Gesellschaft als Ganzes haben und warum diese Räume mit der Zeit enger geworden sind und bestimmte gesellschaftliche Gruppen dort weniger toleriert werden als früher. Hier geht es auch um die Frage, von welchen gesellschaftlichen Akteur:innen die Verdrängung ausgeht, welche Trends dahinterstecken und wie Verdrängungsmaßnahmen aussehen können.

Wir schauen uns zwei Projekte an, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema beschäftigen: Die Ulmer Nester sind ein Angebot des Erfrierungsschutzes im Winter, das Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum sichtbar macht und versucht, auf die Bedürfnisse obdachloser Menschen einzugehen. Das Projekt Unfertige Orte versucht nach dem Entwurf zweier Studentinnen, in der Stuttgarter Innenstadt einen Ort entstehen zu lassen, der zweck- und aneignungsoffen ist. Der also von den Nutzer:innen mitgestaltet und weiterentwickelt werden kann.

Der digitale Spaziergang ist das Praktikumsprojekt von Melanie Reiner und kann in Kürze in der App Actionbound und hier auf unserer Website erlebt werden.
Wir danken allen Beteiligten für ihr Mitwirken.